Kiesgrube Ditsch


Kiesgruben sind wichtige Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen.

Kiesgruben - ein Ersatz für Flußauen?

Gerade ältere, stillgelegte Kiesgruben weisen enge Beziehungen zu verschiedenen Lebensräumen der traditionellen Kulturlandschaft wie Weiher, Hecken, Ödland und Äcker auf. In einzelnen Fällen enthalten sie auch quellfluren- und trockenrasen- ähnliche Kleinbiotope. Am meisten aber gleichen die Kiesgruben den natürlichen Flußauen, die aus Mitteleuropa fast völlig verschwunden sind. Bis zu ihrer Eindämmung und Begradigung waren die Ufer- und Überschwemmungszonen der Fließgewässer dauernd umgestaltete Wildnisse mit ähnlichen Verhältnissen, wie man sie in Kiesgruben findet:

• frisch angerissene Steilhänge für Uferschwalben und sandbewohnende Insekten

• kahle Kiesinseln für Bodenbrüter

• Sandbänke und Pioniervegetation

• Weiden- und Erlenbüsche

• verlandete Weiher mit wechselndem Wasserstand und zeitweise austrocknende Tümpel für die äußerst seltene Kreuzkröte und Verwandschaft.


So liegen verschiedene Kleinbiotope dicht nebeneinander.

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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