Bericht über die Auftaktveranstaltung


„Besser gärtnern ohne Torf – denn Torf gehört ins Moor“

am 1.3.2012 im Landratsamt Landsberg am Lech


Unsere Vorsitzende Thea Wolf konnte etwa 50 interessierte Personen begrüßen. Sie berichtete, dass voriges Jahr ein LBV-Mitglied vergeblich versuchte, torffreie Blumenerde zu erhalten. Eine Nachfrage beim Verkaufspersonal ergab, dass diese nicht einmal von torffreier Blumenerde wusste. Die Notwendigkeit, zu diesem Thema Aufklärungsarbeit zu betreiben, wurde schnell deutlich.

Sehr erfreulich war, dass die Kreisgruppe des BN Bund Naturschutz einer gemeinsamen Initiative zustimmte. Auch die Kreisfachberatung am Landratsamt sowie der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege sagten Unterstützung zu.

In der Vorbereitungsphase im Herbst 2011 wurden alle Gärtnereien, Gartencenter und Baumärkte über die Aktion mit einem Anschreiben und in einem Gespräch über die stattfindende Aktion informiert. Sie wurden gebeten bzw. aufgefordert, mindestens ein torffreies Produkt anzubieten. Die auf Nachfrage genannten torffreien Pflanz- und Blumenerden wurden in einer Liste erfaßt (siehe "Torffreie Pflanz- und Blumenerden").

Auf die geplante Auftaktveranstaltung sowie Maßnahmen zum Schutz der Moore bzw. die Folgen des Torfabbaues für Blumenerden wurde in mehreren Artikeln in der lokalen Presse hingewiesen.

Der 1. Vorsitzende der Kreisgruppe des BN, Folkhard Glaser, sprach in der Begrüßung ebenfalls die Zerstörung ökologisch wertvoller Moore durch den Torfabbau an.

Der Stellvertretende Landrat Peter Ditsch betonte in seinem Grußwort, dass es notwendig und sinnvoll sei, die Öffentlichkeit auf dieses Thema verstärkt aufmerksam zu machen.

Der LBV-Gebietsbetreuer für Moore, Achim Rücker, zeigte Bilder und Grafiken von Messdaten durchgeführter Rekultivierungsmaßnahmen in Mooren. Dabei wurde deutlich, dass mit dem Verfüllen und Verschließen der Entwässerungsgräben der Wasserstand schnell auf das erforderliche Niveau angehoben werden kann. Damit wird die weitere Zersetzung des Torfkörpers wirksam gestoppt.

Dass Torf nicht zur Verbesserung des Bodens im Garten taugt sowie in Pflanz- und Blumenerden nicht erforderlich ist, erläuterte Hans Streicher. Zur Bodenverbesserung im Garten ist in jedem Fall Kompost das besser geeignete Material. Die Hersteller von Pflanz- und Blumenerden haben in ihrer Produktpalette eine oder auch mehrere torffreie Erden. Diese enthalten neben Kompost zusätzlich Holzfasern, Kokosfasern, Rindenhumus und evtl. noch andere Torfersatzstoffe. Versuche in gärtnerischen Lehr- und Forschungseinrichtungen ergaben, dass diese torffreien Pflanz- und Blumenerden mit gleich gutem Erfolg verwendet werden können.

Über die Herstellung von Kompost aus der Sammlung der Grüngutcontainer berichtete Martin Hirschauer von der Firma Lech-Kompost.

Am Schluss gab es einen kleinen Imbiss, der von Landmann´s Biomarkt gespendet wurde.

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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