Texte/Fotos: Beatrix Saadi-Varchmin - weitere Informationen finden Sie auch bei https://vogelgetwitter.de

Flying News - Juni 2022

Ortstermin im Juni mit Neuntötern

Ein ineinander verwachsenes Holler- und Wildrosengebüsch am Rande eines Weges, der an einer Kiesgrube vorbeiführt. Ideal für ein Nest im Verborgenen. Hier müssen sie gestern ausgeflogen sein. Ständig war das Männchen auf seiner Ansitzwarte präsent, ständig warnte das Weibchen, im Schattenriss war auch zweimal ein Altvogel mit einem Schnabel voll Insekt zu sehen.

 

Im Gebüsch weiter unten am Wege, gut von Brennesseln umwuchert, hocken und huschen sie heute in einer gut belichteteten Lücke zwischen den Zweigen: drei Junge, recht still auf Futter wartend und offenbar gut genährt. Gelegentlich betteln Neuntöterjunge aber recht laut.

Jetzt werden sie noch mindestens drei Wochen mit ihren Eltern im Verband bleiben.
Spät sind die Altvögel aus dem südlichen Afrika zurückkommen und schon ab Mitte Juli werden sie aus ihrem Brutgebiet wieder verschwinden.

 

Wie gut, dass sie Erfolg hatten, die schönen Vögel mit den hässlichen Namen. Neuntöter, Rotrückenwürger, Dorndreher - weil sie gelegentlich erbeutete große Insekten als Vorrat oder Zerkleinerungshilfe auf Dornen aufspießen (was die Jungen von ihren Eltern erst lernen müssen). Aber auch Heckenschmätzer wurden sie ihres Rufs wegen genannt.

 

Neuntöter gelten in Deutschland als noch nicht gefährdet, ihr Lebensraum ist aber durch die sogenannte Flurbereinigung stark geschrumpft. Die nahen Verwandten dagegen, Rotkopfwürger und Schwarzstirnwürger, sind in Bayern seit Ende der 70er Jahre ausgestorben, und der Raubwürger wird auf der Roten Liste als "vom Aussterben bedroht" geführt.

 

Der Neuntötergesang, nur selten zu hören, unvertraut, ist ein leises, eigenartig krauses Geschwätz mit vielen Imitationen und manchmal schönen Tönen dazwischen. Schon Anfang Mai, als ich in den Raistinger Wiesen Tonaufnahmen von Braunkehlchen machte, ist mir ein so ein langer Gesang ins Mikro geraten, der mich zunächst völlig irritiert, aber auch fasziniert hat.
Jetzt wird er er erst wieder, mit Glück, im nächsten Mai zu hören sein.

Flying News - April 2022

Der Kuckuck und alle „Kehlchen“ sind zurück

Im kleinen Feldgehölz, wo unter den hohen Fichten schön blau gefärbte Eierschalen liegen, fast hühnereigroß, ist schon das seltsam klappernden Bettelgeschrei junger Graureiher zu hören. Jetzt mischt hier zum ersten Mal ein Kuckuck seine Rufe darunter. Glücklich ist er über die Sahara gelangt, allein!, und pünktlich, zwei Tage vor dem „Kuckuckstag“ (15. April) in sein Sommerrevier zurück gekehrt.

 

Damit geht die erste große Singestart- und Rückkehrwelle der Vögel zu Ende. Auch alle „ …  kehlchen“ sind nun zurück. Sie gehören sämtlich zur großen Gruppe der Fliegenschnäpper, und von ihnen soll hier kurz die Rede sein.

 

Als Erste hatten natürlich die Rotkehlchen ihren Auftritt, die bei uns überwintern und als Herbst- und Wintersänger und -sängerinnen bekannt sind.
Hier singt Anfang April, an einem frostigen Morgen vor Sonnenaufgang, ein Rotkehlchen im Garten mit ausgefallenen Motiven und langen Intervallen – bewegend und glasklar. Und hier singt - obwohl ebenfalls an einem frostigen Morgen – eines im Vollgefühl des Frühlings, mit langen Trillern und triumphalen Kaskaden.

 

Als Nächste begannen die Schwarzkehlchen zu singen, zum Beispiel im Braunkehlchen-Schutzgebiet in den Raistinger Wiesen, wo Ende März zwei schöne schwarzköpfige Männchen trotz Kälte in großer in Singelaune sind. Schwarzkehlchen sind keine Langstreckenzieher, sie überwintern im Mittelmeerraum und können deshalb oft schon Mitte März zurückkommen und ihre Brutreviere besetzen.

 

Ende März rücken dann die Blaukehlchen in die Schilfgebiete ein. Bei uns sind es weißsternige Blaukehlchen, die beim Singen ihre blaue Kehle demonstrieren, wobei sich der weiße Fleck, der „Stern“, im Takt der Strophe vergrößert und verkleinert. Die Schilfbestände am Südende des Ammersees sind sehr weitläufig, und so sind mir die besseren Beobachtungen und Tonaufnahmen im Grabenstätter Moos am Chiemsee gelungen.
Typisch für den Gesang der „nordischen Nachtigall“ ist der schleppende Anfang der Strophen, die dann allmählich beschleunigt werden.
Vom Grabenstätter Moos sind in ornitho auch  interessante Fotos vom 3. April eingestellt. Zum Teil im Schnee!

 

Als Letzte sind nun die Braunkehlchen erschienen. Sie überwintern in Afrika und müssen Jahr für Jahr wie der Kuckuck die Sahara überqueren. Um in ein Brutgebiet zurück zu  kommen, das ihnen mehr und mehr die Lebensgrundlage entzieht – nämlich extensiv genutztes, mäßig feuchtes Grünland. Wo findet sich das noch? Dementsprechend stehen sie bei uns auf der Roten Liste und sind, die ehemals so weit verbreiteten, vom Aussterben bedroht.
Sie singen sehr abwechslungsreich. Hier die Tonaufnahme eines ganz besonderen Könners, der zwei Wochen lang am Egelsee bei Hofstetten intensiv sang, mit vielen Imitationen, und dennoch kein Weibchen finden konnte.

 

Jetzt sitzen die Hübschen mit dem Überaugenstreif wieder an dünnen Halmen in den Raistinger Wiesen, singen und singen, während im Hintergrund der Kuckuck ruft. Was ihm auch im Duett gelingt!

Flying News - März 2022

In der Storchenkolonie Raisting

Die Brutsaison der Weißstörche hat begonnen. Um den 19. Februar herum hatten sich in Raisting innerhalb von etwa drei Tagen auf mindestens 16 Horsten die ersten einzelnen Störche eingefunden. Zum Teil waren auch schon beide Partner da. Jetzt, Anfang März, sind fast alle Störche zurückgekommen. 22 besetzte Horste gab es im letzten Jahr, und auch dieses Jahr hält die Schutzgemeinschaft Ammersee ein wachsames Auge auf das Storchengeschehen.

Wir schauen uns an diesem sonnigen Tag in der Raistinger Dorfmitte um. Schon von Weitem ist ein Storch auf dem Dachfirst der Kirche zu sehen. Ein Rotmilan kreist darüber, ein Turmfalke fliegt eilig vorbei.
Ganz oben um den Kirchturm hocken Dohlenpaare – vor den Brutkästen, die in die Schallfenster eingebaut sind, in Nischen, auf Simsen. Ein zweiter Storch steht auf der Alarmglocke nebenan. Auf Dächern um die Kirche herum stehen drei weitere Langbeine auf ihren Horsten, einzeln, einbeinig, von Blau umflossen. Es wird sehr gelassen gestanden, in Nest und Gefieder gestochert, geruht. Und geklappert. (Diese Tonaufnahme habe ich 2016 beim legendären Storchenkran von Kirchheim im Unterallgäu gemacht). Auch wenn es gelegentlich unter den Männchen heftige Kämpfe um einzelne Horste gibt – was die Störche vor allem verbreiten, ist Frieden. Eine Atmosphäre, die in diesen Kriegszeiten mehr als willkommen ist.

 

Wir schauen, fotografieren, freuen uns. Als wir später aus dem Dorf hinaus fahren, finden wir einen Horst, der auf ein Bäumchen am Rand eines kleinen Gartens gebaut ist, ein Storchenpaar steht darin. Störche waren ursprünglich Baumbrüter, bevor sie Kulturfolger wurden.


In den 1970er Jahren drohten sie mangels feuchtem Grünland langsam auszusterben. 2017, nach 30jährigen Schutzbemühungen, konnte das Artenhilfsprogramm aus Erfolgsgründen (!) eingestellt werden. Derzeit ist mit rund 500 Brutpaaren in Bayern der Bestand der schönen Schreitvögel gesichert.

Flying News - Februar 2022

Kleine Chronik

  • WEIßWANGEN-GÄNSE - sind immer wieder, wie schon seit Januar, in der Fischener Bucht zu beobachten.
  • MOORENTE - eine der seltenen Moorenten hält sich zwischen dem 21. Januar und dem 2. März am Schondorfer Dampfersteg auf.
  • MISTELDROSSEL - am 10. Februar. Zwischen Sturmböen singén  die ersten Misteldrosseln am Lech bei Pitzling.
  • MITTELSPECHT - am 14. Februar. Die Spechte im Seeholz sind nicht so aktiv wie sonst um diese Jahreszeit. Erst spät an diesem frostigen Morgen singt ein Mittelspecht seineQuäkstrophe.
  • AMSEL - die erste Amsel singt im Dorf. In der Folge kommt der Amselgesang nicht recht in Schwung, vermutlich, weil ein Frostmorgen dem anderen folgt.
  • STARE - am 10. Februar. Im Dorf und in den Dörfern ringsum sind zeitgleich die ersten Stare erschienen und lassen ihre Glissanadopfiffe hören.
  • BUCHFINKEN - die Buchfinken haben seit Mitte Februar zu singen begonnen.
  • FELDERCHEN - am 18. Februar. Die ersten Feldlerchen steigen auf.
  • KORNWEIHE - seit dem 18. Februar erscheint in der Feldmark, wie seit Jahren, eine Kornweihe, heuer ein Weibchen, und hält sich insbesondere in und um die stehen gelassenen vorjährigen Blühstreifen auf.
  • GOLDAMMER - seit dem 10. Februar notiere ich singende Goldammern. Typisch im Vorfrühling sind stammelnde, unvollständige Strophen.
  • GÄNSESÄGER - Ende Februar erscheint, zusammen mit Rost-, Kanada- und Graugänsen, Silber-, Graureiher und Stockenten ein großer Trupp Gänsesäger (9 m u. 2 w) auf dem kleinen Egelsee.

Flying News - Januar 2022

Kleine Chronik

  • ROTMILAN - 2021 zuletzt am 24.12.2021 gesehen. 2022 wiedergesehen zuerst am 30.01.2022, seitdem überfliegt er hier fast täglich.
  • SEEADLER - zwischen dem 18. Dezember 2021 und dem 2. Januar 2022 hält sich am Lech zwischen Apfeldorf und Epfach ein adulter Seeadler auf.
  • SINGSCHWÄNE - am 2. Januar hat sich die Zahl der Singschwäne auf dem Lech bei Apfeldorf, Stauwurzel, auf über hundert erhöht. Bemerkenswert als Besonderheiten sind an diesem Tag auch zwei eifrig tauchende ZWERGSÄGER und ebenso eifrig gründelnde SPIEßENTEN
  • SAMTENTEN - bis zu 10 Samtenten halten sich ab Anfan dg Januar am Aidenrieder Steg auf. Ein BERGPIEPER ist seit Januar häufig am Ufersaum zu beobachten.
  • STUNDE der WINTERVÖGEL vom 6. - 9. Januar
    Auffällig bei der diesjährigen Zählaktion war, dass vor allem typische Waldarten wie Kernbeißer, Kleiber, Eichelhäher, Bunt- und Mittelspecht häufiger beobachtet wurden. Vermutlich sind sie wegen des Wetterumschwungs und vielleicht auch aufgrund einer geringeren Menge an Baumsamen besonders häufig in die Gärten und an die Futterstellen gekommen. Dagegen blieb der Einflug nordischer Wintergäste wie Erlenzisige, Wacholderdosseln, Bergfinken weitgehend aus. Einige dieser Arten sind mutmaßlich Klimaverlierer, deren Verbreitungsgebiet durch die sich verändernden Bedingungen kleiner wird.
  • 18. JANUAR - auffällig ist an diesem Vollmondtag allgemeiner Singebeginn der KOHLMEISEN. Auch Blau-, Tannen- und Sumpfmeisen singen, die WALD- und GARTENBAUMLÄUFER lassen ihre zarten Gesänge hören. Die BUNTSPECHTE beginnen zu trommeln.
  • PFEIFENTEN und ZWERGTAUCHER - auf dem Lech zwischen Pitzling und Landsberg haben sich, wie jedes Winterhalbjahr, größere Trupps - bis zu jeweils 60 - dieser schönen Schwimmenten und wendigen kleinen Taucher gesammelt. Dazu viele SCHNATTERENTEN. Sie sind vom Uferweg aus gut zu beobachten.
  • ROHRDOMMEL - eine Rohrdommel wird zwischen dem 18. Januar und dem 23. Februar immer wieder am Aidenrieder Steg gesichtet.

 

Flying News - Dezember 2021

Singschwäne am Lech

Auf dem Lech bei Apfeldorf haben sie sich pünktlich wieder eingefunden: Singschwäne aus dem hohen Norden. Und am Sonntag, dem 12. Dezember, ist Schwanenwetter!

 

Schon oben auf der Straße sind ihre Posaunenklänge zu hören, und als wir durch den Schnee nach unten gestapft sind, können wir sie endlich ins Auge fassen: 16 der eleganten Schönen, einige im Wasser, die meisten auf dem Rande des Eises stehend oder ruhevoll hockend. Schneeweiß leuchten sie in der Sonne. Dieser winterliche Stausee am Lech ist für sie das Gleiche wie für unsere Kraniche und Störche Afrika: ihr weit im Süden gelegenes Winterquartier, das sie Jahr für Jahr wieder aufsuchen.

 

Während Höckerschwäne im Flug mit den Flügeln „singen“, duettieren Singschwäne mit ihren Stimmen und lassen die Duette, wenn sie zu Vielen sind, zusammenfließen – Neujahr 2017 ist mir die spannendste Aufnahme gelungen, ein regelrechter Posaunenchor!

Flying News - November 2021

Wer hat hier schon mal einen Wiedehopf gesehen?

Eine Sichtung ist bei uns selten. Dennoch: Wenn man sehr großes Gück hat, lässt er sich auch bei uns während des Durchzugs sehen, manchmal sogar in einem Garten.

 

Die Thaininger Lydia Geisenberger konnte ebendort einen Wiedehopf während seines siebentägigen (!) Gartenbesuchs fotografieren.

 

Der Wiedehopf ist trotz seiner exotischen Erscheinung alles andere als fremdländisch, gehört seit alters her in unsere Kulturlandschaft und war auch in Bayern bis Mitte des letzten Jahrhunderts weit verbreitet. Das letzte bayrische Brutvorkommen erlosch 1997. Die wenigen Brutvorkommen, die es inzwischen wieder in Mittel- und Unterfranken gibt, kann man an zehn Fingern abzählen.

 

Jetzt ist er Vogel des Jahres 2022 geworden. Warum?

 

Er ist Höhlenbrüter, braucht alten Baumbestand in halboffenem Gelände mit nur kurzer Vegetation und als Nahrung insbesondere Großinsekten und ihre Larven - all das, was es aufgrund von Überdüngung, Pestizideinsatz und Flächenfraß bei uns nicht mehr gibt.

 

Gift ist keine Lösung heißt folgerichtig der Slogan, mit der der Wiedehopf zur Wahl antrat.

 

Ich bin ihm letztes Frühjahr in den Kaiserstuhl nachgereist – es war nicht schwer, ihn an Hand seines unverkennbaren „Gesanges“ aufzuspüren – und sogar sein ärgerliches Fauchen mit aufzunehmen (hier bei 00:36 )!

 

Wer ihn im Frühjahr sieht - bitte melden!

Flying News - Oktober 2021

Kleinvogeldurchzug: Schwarzkehlchen

Still und heimlich, von nur wenigen wahrgenommen, geht der Durchzug vieler Kleinvögel weiter. Die meisten ziehen nachts und rasten am Tage.

 

An der Kiesgrube Thaining (Foto siehe unten) gibt es die seltene Gelegenheit, Schwarzkehlchen zu beobachten: zwei Männchen und zwei Weibchen, eines davon diesjährig.

 

Als Ersatz für natürliche Warten dient an solchen Orten der Zaun. Hier sitzen sie immer wieder, fliegen auf, huschen nach unten, verschwinden in den Ruderalpflanzen oder zeigen sich kurz auf dem Weg. Gestern ließen sie sich, bei respektvoller Einhaltung einer recht großen Fluchtdistanz von ca. 30 m, von meiner Power Shot fotografieren (siehe Foto 2 + 3).

 

Im Gegensatz zu den Braunkehlchen sind Schwarzkehlchen Kurzstreckenzieher und können deshalb auch hier und da bis in den November hinein beobachtet werden. Wenn man Glück hat!

 

Oder sie an ihrem markanten Ruf erkennt, der bei Erregung aus harten Schnalzern und kurzen hohen Pfeiftönen besteht (Hörprobe).

Flying News - September 2021

Die Roten und die Schwarzen

Längst jagen die Mauersegler unter afrikanischem Himmel. Viele unserer Schwarzmilane haben schon die Sahara überquert. Die Mehlschwalben sind verschwunden. Hier und da flitzt eine letzte Rauchschwalbe über die Viehweiden. Auf den Dachfirsten singen wieder die Hausrotschwänze

 

Stare sind überall präsent, streunen in Trupps in der Feldmark herum oder schwatzen an ihren Sommerplätzen (siehe Foto 2 + 3).

 

In der Feldmark sind jetzt die Rotmilane besonders augen- und ohrenfällig. Sammeln sich, wenn die Felder gepflügt werden (siehe Foto 1), hocken auf Bäumen und Leitungsmasten (siehe Foto 4 + 5) und rufen einander (Hörprobe).

 

Auch die Raben- und Saatkrähen sammeln sich. In der Hofstettener Feldmark sind wieder „gefleckte Krähen“ aufgetaucht: Rabenkrähen mit unregelmäßig verteilten weiße Gefiederpartien (siehe Foto 6). Es könnte Leuzismus sein, genauer gesagt: Teilleuzismus, eine genetisch bedingte Abweichung, Zur Zeit wird jedoch auch diskutiert, inwieweit solche Fehlfarben durch Umweltgifte entstehen.Ich halte das für wahrscheinlich.

Text: Beatrix Saadi-Varchmin

Fotos: Beatrix Saadi-Varchmin und Jochim Varchmin