Torf gehört ins Moor

Um Natur und Klima zu schützen, sollte auf torfhaltige Erde verzichtet werden. Doch kauft der Hobbygärtner einen Sack „Erde“ im Handel, bekommt er meist nur mit Torf angereicherte Erde. Daher sollten Sie sich genau informieren.

LBV Naturschutz-Erde - torffrei
Foto: LBV

Ganz sicher gehen Sie, wenn auf dem Sack „torffrei“ steht. Selbst Erden, die mit „torfreduziert“ oder „torfarm“ werben, können noch bis zu 80% Torf enthalten. „Bio“ oder „hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffen“ klingt gut, bietet aber keine Garantie.

 

Empfehlenswerte torffreie Erden werden aus einer Mischung von Kompost, Rindenhumus und Holz- oder Kokosfasern hergestellt. Sie wurden in gärtnerischen Instituten getestet und haben sich in der Praxis bewährt. Doch Vorsicht! Leider sind auch in diesem Bereich Produkte mit manchmal ungenügenden Eigenschaften zu finden. Verwendeter Kompost und Rindenhumus sollte das RAL-Gütezeichen besitzen.

 

Warum sollte auf Torf verzichtet werden? Das können Sie in unserem Infoblatt nachlesen und in unserem Gartenratgeber.

 

Welche Torfersatzstoffe es gibt haben wir Ihnen in diesem pdf aufgelistet Torfersatzstoffe und ihre Verwendung.

Unsere Vorfahren empfanden Moore als düster, Angst einflößend und unbesiedelbar. Ihre Entwässerung, Urbarmachung und Nutzung wurde bis vor wenigen Jahrzehnten als kulturelle Leistung gefeiert.

 

Moore sind wichtige CO2  Speicher. Obwohl Moore nur 3 % der Fläche ausmachen, ist in ihnen mehr CO2 gebunden als in allen Wäldern unserer Erde zusammen. Eine 15 cm dicke Torfschicht enthält so viel Kohlenstoff wie ein 100-jähriger Wald auf gleichgroßer Fläche.

 

Wissen Sie, wie Moore entstanden sind und warum sie so wichtig für das Klima sind? Erfahren Sie hier mehr: Moore und ihre Bedeutung

 

Stand: 01/2021